Laszlo Szirtesi / Shutterstock.com

Alles im Blick

Nun ist es also passiert: Mit Zustimmung der FIFA fand das Spiel zwischen Ajax Amsterdam und Willem II unter Beobachtung eines Videoschiedsrichters statt. Der griff dann auch tatsächlich in das Spiel ein.

Platzverweis durch Video-Schiri

Willem-II-Profi Anouar Kali sah in der Partie nach einem Foul zunächst die Gelbe Karte, doch als sich der Video-Schiedsrichter kurz danach per Kopfhörer beim Haupt-Schiri Danny Makkelie meldete und ihm mitteilte: „Das war Rot!“ korrigierte er die Entscheidung und Anouar musste das Spielfeld verlassen.

Nach dem Spiel gab der Video-Schiri bekannt: „Ich schalte mich nur ein, wenn ich an der Situation selbst überhaupt keinen Zweifel habe, denn der Schiedsrichter auf dem Feld trägt die Endverantwortung.“

Auch Bundesliga will nachziehen

In der deutschen Bundesliga laufen derzeit Tests, wie man das System am besten auch hier einsetzen könnte. Denkbar ist, dass ab der Saison 2018/19 die Technik auch in Deutschland genutzt wird, um die Schiedsrichter zu unterstützen.

Grundsätzlich soll sich das Arbeitsfeld des Video-Schiris auf vier Bereiche beschränken: Tor, Elfmeter, Platzverweis und Spielerverwechslung bei Gelber und Roter Karte.

Die heimischen Schiedsrichter sprachen sich zuletzt alle für diese Unterstützung aus: Die Verantwortung werde wieder auf mehrere Schultern verteilt und Spielausgänge würden im nachhinein nicht mehr an falschen Entscheidungen der Unparteiischen festgemacht werden.