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Bierhoff geht auf Özil los:

Bei der Fussball Weltmeisterschaft in Russland finden derzeit die Partien des Halbfinales statt. Nicht mit dabei: Die Deutsche Nationalmannschaft. Das Team von Jogi Löw musste durch die 0:2 Niederlage gegen Südkorea eine historische Pleite einstecken und beendete die Gruppenphase auf dem letzten Platz.

Gründe dafür gab es viele, doch vor allem das schlechte Klima innerhalb der Mannschaft soll dazu geführt haben, dass die Stars die interessante Phase des Turniers vom Sofa aus beobachten müssen.

Einer DER Aufreger am Rande der WM war ohne Frage das Treffen von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Erdogan.

Für kurze Zeit dachten wir, das Thema sei seitens des DFB mehr oder weniger abgehakt, doch in einem Interview zeigte Teamchef Oliver Bierhoff nun: Die Geschichte wird uns alle noch einige Zeit beschäftigen.

In der Zeitung Die Welt lederte Bierhoff ordentlich in Richtung Mesut Özil: „Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet.“

Kurze Zeit später ruderte er öffentlich zurück und fühlte sich falsch verstanden. Doch wohl zu spät: Der Zentralrat der Muslime fordert nun sogar seinen Rücktritt!

Zentralrat der Muslime fordert Rücktritt

(Photo by Clive Mason/Getty Images)

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, sagte bei dem Sender ESPN: „Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als: ‚Du verlierst als Özil‘ anstelle von ‚Du verlierst als Mannschaft.“

DFB-Chef Grindel hatte zuletzt den Druck auf Nationalspieler Mesut Özil erhöht: „Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten. Diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte.“