Sammer bittet um Vertragsauflösung

Es war schon ein kleiner Schock für die Fans des FC Bayern, als der Verein gestern auf der Homepage verkündete: „Matthias Sammer hat gebeten, ihn von seinem Amt als Sportvorstand zu entbinden. Diesem Wunsch hat der FC Bayern entsprochen.“

Sofort machten sich etliche Fans Sorgen, dass die gesundheitliche Situation des Sportdirektors sich erneut verschlimmert hat. Denn: Sammer erlitt im April einen leichten Schlaganfall – litt zeitweise sogar an Sprachstörungen.

Doch bezüglich seiner Gesundheit, gab Sammer am Abend grünes Licht: „Mir geht es sehr gut. Meine Gesundheit ist wieder hergestellt. In den vergangenen Wochen hatte ich die Möglichkeit, über viele Dinge nachzudenken. Sportvorstand beim FC Bayern zu sein, bedeutet: sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag mit aller Energie dem Klub, der Mannschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stehen. Diesen Aufgaben möchte ich im Moment nicht nachkommen.“

Auch Rummenigge äußerte sich zu der Personalie: „In vielen Gesprächen mit Matthias habe ich verstanden, dass er eine andere Einstellung zum Leben eingenommen hat. Er setzt andere Prioritäten und dazu passt die Tätigkeit beim FC Bayern nicht mehr. In diesem Fall ist der Mensch wichtiger als der Klub.“

Bleibt noch die Frage nach einem Nachfolger. Der FC Bayern wird die Aufgaben von Sammer zunächst auf verschiedene Köpfe verteilen. Vor allem der technische Direktor Michael Reschke soll weiter in die Verantwortung gezogen werden. Ob die Stelle überhaupt noch einmal besetzt werden soll, ließ der Verein offen. Sollte es jedoch so sein, dürfte Reschke die besten Karten haben.