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Den Namen „Derby“ nicht verdient

Mitten in der Auslosung für die erste Runde im DFB Pokal zuckten die Zuschauer kurz zusammen: Dynamo Dresden bekam den Erstliga-Aufsteiger RB Leipzig zugelost. Ein echtes Derby also im Osten?

Nicht, wenn es nach Dynamo-Manager Ralf Minge geht: „Meinetwegen ist das Spiel wegen der räumlichen Nähe der Städte ein Derby, aber eigentlich ist es der falsche Begriff. Derbys spielen zwei Traditionsvereine. Das hatten wir früher mit Lok. Das kann man nicht mit RB vergleichen.“

Fankodex verbietet jeden Kontakt mit den Roten Bullen

Dynamo Dresden geht sogar noch weiter: Der vereinsinterne Fankodex besagt: „Dynamo Dresden bestreitet keine Freundschafts- bzw. Testspiele gegen Rasenball Leipzig und missbilligt das Tragen, Verteilen und Darstellen der Marke Red Bull (z. B. durch Kleidung, Werbematerial, etc.).“

Heißt im Klartext: Der verein distanziert sich komplett von dem ungeliebten Nachbarn und will eigentlich gar nichts mit dem „Projekt“zu tun haben.

Nun treffen die beiden Teams jedoch sportlich in der ersten Pokalrunde aufeinander. Die Polizei befürchtet trotz dem „falschen Derby“ Ausschreitungen und wird mit einem erhöhten Kontingent an Einsatzkräften vor Ort sein.

Ein Sprecher gab bekannt: „Solche Duelle sind immer mit Brisanz behaftet. Wir haben in den nächsten Wochen genau im Auge, was sich in den Szenen abspielt und ob es Aufrufe zu Gewalt im Internet gibt.“

Es dürfte ein interessantes Duell werden…

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