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England in Not

Das Ausscheiden der englischen Nationalmannschaft gegen den Fussballzwerg Island bei der aktuellen Europameisterschaft ist wohl eine der größten Überraschungen in der jüngeren Fussball-Geschichte.

Nach der bitteren Niederlage erklärte England-Trainer Roy Hodgson seinen Rücktritt: „Ich möchte Platz für einen Neuanfang machen“. Seitdem fragt sich die größte Fussball-Nation der Welt: Wer rettet England?

Brisanterweise ist nun ein deutscher Trainer auf der Favoritenliste ganz oben angekommen: Jürgen Klinsmann. Der Ex-Bundestrainer kennt den englischen Fussball in und auswendig, verbrachte selbst einige Zeit seines Lebens auf der Insel. Allerdings: Er hat bei der Nationalmannschaft der USA noch einen zwei Jahre laufenden Vertrag, aus dem er nur schwer heraus zu holen wäre. Dennoch gilt er momentan als Wunschkandidat.

Weitere Möglichkeiten

Klinsmann ist nicht der einzige Star-Trainer, mit dem die Verantwortlichen der FA sprechen wollen. Auf der Liste stehen derzeit außerdem:

Laurent Blanc (50). Der Franzose wurde Montag bei Paris Saint Germain entlassen. War in seiner aktiven Karriere Abwehr-Star bei ManUnited und kennt sich bestens auf der Insel aus.

Arsène Wenger (66). Der Coach ist seit 1996 bei Arsenal, hat jedoch noch Vertrag bis 2017. Wäre laut englischer Medien nur realistisch, wenn es eine vorübergehende Interimslösung bis dahin gäbe. Die FA will aber eigentlich sofort mit dem Neuaufbau starten.

Luiz Felipe Scolari (67). Der brasilianische Weltmeister-Trainer von 2002 brachte sich in der englischen Presse selbst ins Spiel: „Ich habe eine Vorliebe für den englischen Fußball.“ Ist derzeit Trainer in China bei Guangzhou.

Wer es letztendlich wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Der englische Verband will so schnell wie möglich eine Lösung präsentieren.