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Unschöne Szenen von Ribery gegen Anderlecht

Der FC Bayern konnte gegen Anderlecht einen glanzlosen 3:0 Sieg in der Champions League verbuchen. Aufgabe erledigt. Mehr aber auch nicht. Spielerisch setzte der Rekordmeister keine Glanzpunkte abgesehen vom technisch schönen 3:0 von Joshua Kimmich.

Die große Diskussion dreht sich nun allerdings um Frank Ribery. Dieser reiht sich neben Thomas Müller und Robert Lewandowski nun unnötigerweise in die Riege der Problemkinder beim FC Bayern München ein.

Als er spät in der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde war der Franzose alles andere als glücklich. Er verweigerte Ancelotti den Handschlag und warf sauer sein Trikot neben die Trainerbank.

Was ist das Problem von Frank Ribery?

Mit mittlerweile 34 Jahren ist Ribery auf dem Weg zum Karriere-Ende. Ob der Franzose das akzeptieren möchte oder nicht. Normalerweise müsste Ribery das auch wissen, dass er nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen wird und eventuell auch mal auf der Bank sitzen muss.

Selbst Zidane lobte zuletzt Ronaldo für die Erkenntnis, dass er mit über 30 Jahren gezielt Pausen benötigt.

Weshalb muss Ribery nun also beim Stand von 2:0 gegen gegen Anderlecht in einer bereits gewonnenen Partie so reagieren? Es ist in Ordnung, dass Frank Ribery gewinnen möchte und es ist auch in Ordnung, dass er sich bei Uli Hoeneß ausweint, wenn er mal wieder frühzeitig vom Platz genommen wird.

Aber diese Aktion hilft niemandem als den aktuellen Stress beim FC Bayern München nur zu verstärken. Mit über 30 Jahren und der Erfahrung vom Mittelfeld-Star der Bayern müsste er als Vorbild vorweg gehen. Und sich nicht selbst zum Problemkind machen.

Ein Sinnbild für die Bayern-Mannschaft

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Aktuell tritt die Bayern-Mannschaft nicht als Einheit auf. Im Gegenteil. Arjen Robben forderte nach dem Spiel im Interview auffällig oft den Zusammenhalt im Team. Und indirekt an Robert Lewandowski gerichtet: „Wir müssen weniger reden. Und mehr auf dem Platz sprechen, mit unseren Füßen.“

Auch Thomas Müller spielte wieder nicht von Anfang an, was seine Laune sicherlich nicht verbessern wird. So musste Ancelotti mit Ribery einen unzufriedenen Spieler auswechseln, um einen unzufriedenen Spieler mit Müller einzuwechseln. Keine erfreuliche Situation für einen Trainer.

Ancelotti selbst betonte, dass er Riberys Aktion nicht verstehen kann. Das kann wohl keiner. Der FC Bayern muss aufpassen, dass er nicht in FC Hollywood-Zeiten zurückfällt.