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Hausdurchsuchung beim Kaiser

Keine guten Nachrichten für Franz Beckenbauer: Der Skandal um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 bringt den den Kaiser immer mehr in Schwierigkeiten. Am gestrigen Donnerstag durchsuchten Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft über zwei Stunden Lang das Haus der Bayern-Legende. Droht nach Hoeneß jetzt auch ihm das Gefängnis?

Geldwäsche und Veruntreuung vorgeworfen

Neben Beckenbauer waren auch noch sieben weitere Funktionäre der FIFA von den Hausdurchsuchungen betroffen. Beckenbauer verhielt sich laut den Beamten jedoch sehr verständnisvoll:

„Franz Beckenbauer hat die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft unterstützt, seit er davon Kenntnis hatte, und an der heutigen Durchsuchung konstruktiv mitgewirkt. Er kooperiert auch weiterhin mit allen beteiligten Behörden.“

Der Vorwurf an Beckenbauer ist hart: „Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung“ heißt es in der Anklage.

Beckenbauer nicht allein

Der Kaiser ist jedoch nicht der einzige prominente Deutsche, der in der Schusslinie steht: Die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sind ebenfalls in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt.

Die Schweiz fühlt sich in dieser Angelegenheit in der Pflicht, da die dubiosen Zahlungen weitesgehend über Schweizer Bankkonten liefen. Im schlimmsten Fall droht nun auch Franz Beckenbauer bei Bestätigung der Vorwürfe eine Haftstrafe. In den nächsten Monaten werden jedoch zunächst ausreichend Beweise gegen die Bayern-Legende gesammelt.