Der FC Bayern München und sein Führungsproblem

In dieser Saison wird beim FC Bayern München vor allem eine Tatsache sehr deutlich: Das Führungsvakuum welches Philipp Lahm hinterlassen hat füllt sich nicht von selbst.

Als einer der größten Fehler von Carlo Ancelotti wird angesehen, dass er die Kabine der Münchner nicht in den Griff bekommen hat. Eigentlich galt gerade diese Eigenschaft als eine der großen Stärken von Ancelotti.

Trotzdem konnte der FC Bayern nicht verhindern, dass Spieler wie Thomas Müller, Arjen Robben und Robert Lewandowski öffentlich ihren Unmut äußerten.

Jupp Henyckes ist nun vor allem zum FC Bayern zurückgekehrt, um den FC Bayern nach dem Abgang von Carlo Ancelotti neu zu ordnen. Eine seiner ersten Aufgaben: Eine neue Hierarchie unter den Spielern implementieren.

Jupp Heynckes hat dabei nun klar gemacht, wen er in der aktuellen Bayern-Mannschaft als die Bosse sieht.

Die Hierarchie der Bayern-Mannschaft

(Photo by Lintao Zhang/Getty Images)

Jupp Heynckes erklärt über die Mannschaft des FC Bayern:

“In Teamhierarchien ist es notwendig, dass die Spieler sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Umkleidekabine eine Leader-Rolle einnehmen.

Thomas Müller kann das. Er ist klug genug und wir wissen auch alle, was er schon für diesen Club getan hat. Er ist immer noch ein großartiger Spieler.

Wir brauchen eine Hierarchie und Führungspersönlichkeiten, die über Themen entscheiden können die das Team betreffen wie zum Beispiel Mats Hummels oder Jerome Boateng. Sie sind Weltmeister und gestandene Spieler.

Wenn sie fit sind, sind sie hervorragende Fussballer. Sie müssen auch Führer sein wollen. Das kannst du nur durch deine Leistungen und deine Fussballintelligenz, aber auch durch deine Stellung im Team.”

Bei solchen Aussagen versteht man, weshalb sich der FC Bayern für Jupp Heynckes entschieden hat und (noch?) nicht für jemanden wie Thomas Tuchel.