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Harte Worte!

Nein, so hat sich der BVB die aktuelle Saison ganz und gar nicht vorgestellt: Als amtierender Pokalsieger versuchten die Dortmunder mit Neu-Coach Peter Bosz am Anfang der Spielzeit endlich mal wieder ein Meisterschaftskandidat zu werden.

Und zunächst sah alles gut aus: Der BVB erspielte sich Sieg um Sieg und grüßte aufgrund schwacher Bayern schnell von der Tabellenspitze.

Was dann folgte, ist bis heute nicht zu erklären: Die Borussia hörte plötzlich auf zu gewinnen! Sie verabschiedeten sich aus Pokal und Champions League und konnten auch in der Bundesliga keinen Sieg mehr einfahren. Als das Team dann sogar gegen Abstiegskandidat Werder Bremen zuhause verlor, hatten die Verantwortlichen genug gesehen: Trainer Peter Bosz musste seinen Hut nehmen und der ehemalige Kölner Peter Stöger wurde verpflichtet.

Bis zum Sommer hat der Österreicher nun Zeit, für sich Werbung zu machen – ansonsten muss er zur neuen Spielzeit Platz für einen Nachfolger machen.

Auf den FC Bayern haben die Dortmunder mittlerweile satte 19 (!) Punkte Rückstand. Ein “Bayern-Jäger” ist der BVB also schon lange nicht mehr. Matthias Sammer erklärt nun, warum.

Deswegen ist der BVB kein Bayern-Jäger mehr

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Bei Eurosport sagte Sammer: “Vom Personal her muss man struktureller und persönlichkeitsrelevanter was Führungs- und Leaderverhalten betrifft für die Zukunft denken. Da sind schon ein paar Spieler zuletzt verloren gegangen, wie zum Beispiel Mats Hummels, die dem BVB wehgetan haben.”

“Die Realität von Borussia Dortmund ist nicht mehr Dembélé und Aubameyang. In Berlin waren es dann zwischendurch Isak, Sancho und Pulisic. Die haben ein gefühltes Durchschnittsalter von 18 Jahren.”

Für Sammer ist klar, “dass man inhaltlich rausarbeiten muss, dass Borussia Dortmund aktuell kein Bayern-Jäger ist. Sondern die Jagd auf Platz vier – das will zwar vielleicht auch keiner hören – ist realistisch, um der Mannschaft ein stabiles Fundament und ein stabiles Gesicht zu geben.”