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Großkreutz teilt auf Instagram aus:

Wenn man an wichtige Charaktere der letzten Jahre bei Borussia Dortmund denkt, kommt man am ehemaligen Verteidiger Kevin Großkreutz nicht vorbei. Der 29-Jährige war zwar nie ein Weltklasse-Kicker, gab auf dem Rasen aber immer 100% und konnte sich somit den Respekt der Südtribüne erspielen.

Durch einen unermüdlichen Einsatz schaffte er es 2014 sogar in den WM Kader und kann sich seit jenem Sommer Weltmeister nennen.

Mittlerweile verdient der Spieler sein Geld beim Zweitligisten aus Darmstadt, seine enge Verbundenheit zu seinem Ex-Verein Borussia Dortmund zeigt er jedoch in regelmäßigen Abständen auf seinen Social Media-Kanälen.

Auch zum aktuellen Thema der Montagsspiele musste sich Großkreutz nun natürlich äußern und alle BVB-Fans feiern ihn dafür.

Nein zu Montagsspielen!

(PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Wir alle haben die Bilder von der leeren Dortmunder Südtribüne gegen den VfL Wolfsburg noch gut vor Augen: Aufgrund der schweren Proteste gegen RB Leipzig entschied die DFL damals über eine Sperrung des Stehplatzbereiches im Signal Iduna Park. BVB-Boss Watzke sprach damals von einem “erschreckendem” Anblick.

Doch in einigen Wochen könnte die Tribüne ähnlich aussehen: Dann nämlich trifft Borussia Dortmund zuhause auf den FC Augsburg – auf einem Montag!

Die neu eingeführte Anstoßzeit soll die Vermarktung der Bundesliga stärken und gleichzeitig die Europa League-Kandidaten schützen.

Doch bei den Fans kommt das alles andere als gut an: Sie wollen das Spiel boykottieren!

Ex-BVB Verteidiger unterstützt diese Aktion und teilte auf seiner Instagram-Seite mit: „Unser Fußball darf nicht verloren gehen. Die Fans sind der Fußball. Ich als Spieler stehe voll hinter der Aktion. Es darf nicht so passieren wie in England oder in anderen Ländern. In der 2. Liga ist es schon seit Jahren der Fall. Die Fans werden dabei total vergessen.“ 

Fanbündnis nimmt Stellung

Das Bündnis Südtribüne Dortmund, in dem die Ultràgruppen des BVB und zahlreiche weitere Fanclubs organisiert sind, wird dem Spiel fernbleiben.

Das teilte die Organisation in einem Statement mit:

„Das Bündnis SÜDTRIBÜNE DORTMUND hat sich mehrfach an den bundesweiten Protesten gegen die Einführung von Montagsspielen in der Bundesliga beteiligt. Nun ist für uns der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen! Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, dem Spiel gegen den FC Augsburg fernzubleiben und unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen. Zahlreiche Gruppen und Fanclubs, die seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel des BVB im Westfalenstadion anwesend sind, werden das Montagsspiel nicht besuchen. Diese Entscheidung richtet sich in keiner Weise gegen die Mannschaft. Vielmehr können und wollen wir Bundesligaspiele an Montagen nicht akzeptieren!“

Und weiter:

 „Die Einführung von Montagsspielen auch in Liga 1 ist ein weiterer großer Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs und der negative Höhepunkt der sukzessiven Spieltagszerstückelung in den vergangenen Jahren, die ausschließlich vom Profitstreben der Vereine, Verbände und TV-Sender vorangetrieben wird. Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen. Auch der BVB stellt hier leider keine Ausnahme dar. Wenn neue Geldquellen winken, wird die Verantwortung gegenüber der eigenen Anhängerschaft offenbar gerne vergessen oder mit dem Hinweis auf die vermeintlich bedrohte Wettbewerbsfähigkeit beiseitegeschoben. Fadenscheinige Argumente wie längere Erholungsphasen für Mannschaften aus der Europa League verschleiern dabei nur die tatsächlichen Gründe für die Einführung von Montagsspielen. Neben den zusätzlichen Terminen am Sonntagmittag und um 18:30 Uhr in Englischen Wochen kann schlichtweg noch eine weitere Anstoßzeit gewinnträchtig vermarktet werden. Verlierer sind mal wieder die Fans, die ihren Verein im Stadion unterstützen wollen. Plagen sich die Anhänger in der 2. Liga schon seit Jahren mit Montagsspielen herum, sind auch wir und andere Fanszenen immer häufiger mit ungünstigen Anstoßzeiten und unsinnigen Spielansetzungen konfrontiert. So müssen die Augsburger beispielsweise an einem Montag fast 600 Kilometer abspulen, um ihre Mannschaft in Dortmund unterstützen zu können. Für Arbeitnehmer gehen dafür gut und gerne zwei Urlaubstage drauf, will man am Morgen nicht total übermüdet auf der Arbeitsstelle erscheinen.“

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