Mitch Gunn / Shutterstock.com

Der FC Bayern als Haifischbecken

Im Jahr 2015 war Thomas Müller noch der Elfmeterschütze Nummer 1 im Team des FC Bayern München. Nachdem er im Spiel gegen Bayer Leverkusen einen Elfmeter verwandelt hatte, ließ er den zweiten Elfmeter damals den wieder genesenen Arjen Robben schießen. Als Erklärung schickte er danach hinterher:

“Der FC Bayern ist wie ein Haifischbecken. Da muss man den Haien eben auch ab und zu einen Fisch hinwerfen.”

Dieses Haifischbecken könnte Thomas Müller nun selbst zum Verhängnis werden, denn unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti will es noch so gar nicht laufen für den deutschen Superstar. Erst ein Tor, fünf Vorlagen und dazu alles andere als Stammspieler ist er in der laufenden Spielzeit.

Wo liegt das Problem?

Lothar Matthäus hat in seiner Kolumne in der SportBild die Diskussion um die Rolle von Ancelotti beim FC Bayern eröffnet. Dort prognostiziert er, dass es für Müller sehr schwer wird, sich in den Kader zurück zu kämpfen.

So gäbe es auf der rechten Außenbahn in Ancelottis 4-2-3-1 System mit Arjen Robben eine deutlich bessere Alternative. Mit einem zweiten Stürmer spielt Ancelotti nicht gerne sondern bevorzugt einen offensiven Mittelfeldspieler mit hervorragender Technik hinter der Spitze.

Diese Position wird in Zukunft Thiago einnehmen und nicht Thomas Müller. Sollten sich sowohl Robben als auch Thiago nicht schwerer verletzen, wird Thomas Müller eine für ihn ungewohnte Rolle beim FC Bayern einnehmen. Die auf der Bank, des Ergänzungs- und Rotationsspielers.

GeileTore meint: Wir sind gespannt, wie sich diese Geschichte in den nächsten Monaten entwickelt. Thomas Müller ist der Topverdiener beim FC Bayern und die Bosse werden es ganz sicher nicht gerne sehen, wenn der beliebteste und teuerste Spieler im Kader auf der Bank sitzt. Auch Thomas Müller wird hier schnell seinen Unmut äußern. Auf der anderen Seite spielen mit Thiago und Robben auch nicht gerade robuste Spieler vor Müller, so dass sich diese Situation auch schnell wieder ändern kann.