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Was für ein bitterer Champions League Abend

Die Luft wird dünn beim BVB. Wenn nicht der hervorragende Saison-Start gewesen wäre, dann würde man sich an die letzte Saison unter Jürgen Klopp zurückerinnert sehen.

In dieser Saison wirkte es ebenfalls so, als wäre es unmöglich für die hochbezahlten BVB-Profis einen Sieg zu erringen. Natürlich kann man gegen Tottenham Hotspurs in der jetzigen Form und mit hervorragenden Spielern wie Harry Kane verlieren.

Aber auf der Seite des BVB finden sich ebenfalls internationale Stars von großem Format. Namen wie Mario Götze, Pierre-Emerick Aubameyang und Co. sind keine Amateure. Nicht umsonst wird der BVB regelmäßig unter die 10 größten Vereine der Welt gezählt.

Aktuell deutet jedoch nichts darauf hin, dass der BVB die Krise in den Griff bekommen könnte. Marcel Schmelzer hat sich nach der Niederlage gegen Tottenham den Fragen der Reporter gestellt und dabei die Gründe der Krise beleuchtet.

Marcel Schmelzer spricht Klartext über…

(Photo by Ronny Hartmann/Getty Images For MAN)

den Zusammenbruch des BVB nach der Pause: “Wir kommen aus der Kabine, haben uns viel vorgenommen. Und dann kommt man raus, hat den Ball, verliert ihn aber unnötigerweise. es spricht für die Qualität des Gegners, dass er mit der ersten Chance gleich ein Tor erzielt. Dann wird es aber für uns in der derzeitigen Phase schwierig, das zu verarbeiten. Die Fehler müssen wir abstellen, das Verhalten nach Rückschlägen verbessern. Für die jungen Spieler ist das schwierig, aber es gilt danach weiter zu machen. Das erste Gegentor fällt in 50. Minute. Da sind noch 40 Minuten zu spielen. Das Negativerlebnis die ganze Zeit mit sich herumzuschleppen, macht auch keinen Sinn.”

die Vorwürfe von mangelnder Fitness: “Es ist keine Frage der Kraft, sondern eher eine mentale Sache. Wenn du dir Woche für Woche selber die Dinger reinhaust, dann ist der erste Moment der, dass du sagst: Boah, geht das heute schon wieder los. Aber du musst dann innerhalb weniger Sekunden wieder den Schalter umlegen und es weiter versuchen. Wir müssen wieder für Ergebnisse kämpfen. Von außen sieht es so aus, als wenn uns Kraft und Wille fehlen, aber es ist eher ein mentales Problem, weil wir in der jetzigen Phase immer wieder einen auf den Deckel bekommen. Das macht es schwieriger. Aber das ist ein Punkt, der so nicht geht. Denn in den 20 Minuten, die noch zu spielen sind, müssen wir schon noch versuchen, das Spiel zu drehen oder wenigstens ein Unentschieden zu bekommen.”

das Derby: “Gerade fürs Derby ist die jeweilige Phase, in denen sich die Mannschaften gerade befinden, keine Rolle. Da zählt nur, welche Mannschaft den Sieg in den 95 Minuten mehr will. Deswegen ist das Samstag eine riesige Chance für uns, einiges wieder gut zu machen.”

Zum Schluss konnte Marcel Schmelzer sich dann einen Seitenhieb gegen Lothar Matthäus nicht verkneifen: “Für Lothar Matthäus ist es einfach. Er sitzt irgendwo im Studio und kann gar keine Ahnung haben, wie das Innenleben der Mannschaft ist, wie dort die Hierarchien sind. Er kann gern einmal vorbeikommen beim Training, wie das Innenleben ist. Dann wird er glaube ich seine Meinung revidieren.”