Idee sorgt für Wirbel

Wenn man in den letzten Monaten ein Magazin mit Fußballbezug aufschlug, kam man an einem Namen nicht vorbei: Neymar. Der 222 Millionen Euro-Wechsel vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain hat weltweit Diskussionen über das Fußballgeschäft ausgelöst und zieht nun eine Kettenreaktion an Folgen hinter sich her. Unter anderem könnte der FC Barcelona den nächsten Hammer-Transfer durchführen und BVB-Star Dembele für 150 Millionen nach Spanien locken. Viele Beobachter schütteln bei diesen Summen nur noch mit dem Kopf.

Auch FC Bayern-Boss Karl Heinz Rummenigge hat sich zu den derzeitigen Entwicklungen Gedanken gemacht und will mit einer Idee nun den gesamten Fußball revolutionieren. Aber: Kann das wirklich funktionieren?

Kommt Gehaltsobergrenze?

Aurelien Meunier/Getty Images

In der FAZ sagte der Vorstands-Chef des FC Bayern: „Ich hatte schon Kontakt zum neuen UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin und habe den Eindruck, dass er einen neuen Versuch bei der EU-Kommission starten will.“

Konkret fordert Rummenigge: „Es ist wichtig, dass der Fußball aus Brüssel einen speziellen Status auch zur Einführung von Gehaltsobergrenzen erhalten sollte. Ich glaube, nach dem Fall Neymar könnte die Bereitschaft dazu in der EU wieder größer sein.“

Seiner Meinung nach habe die Politik es verpasst, schon vor der Einführung des Financial Fair Play Richtlinien gemeinsam mit dem Fußball zu setzen. Nun fordert Rummenigge endlich eine Lösung für den Transfer-Irrsinn, der früher oder später den Sport zerstören könnte.


Gute Idee!

Maja Hitij/Getty Images

GeileTore.de meint: Eine Gehaltsobergrenze für Fußballspieler, wo auch immer diese dann liegen mag, ist erst einmal eine gute Idee! Aber: Vielleicht sollten sich die großen Verbände zunächst auf die Umsetzung bestehender Regelungen konzentrieren. Das Financial Fair Play ist angesichts dieser gezahlten Summen der Franzosen nur noch eine Lachnummer! Wie soll der Verein, der in den Neymar-Deal insgesamt rund eine halbe Milliarde Euro steckte, dies bis Ende August glaubhaft durch Einnahmen ausgleichen?

Wir sind sehr gespannt, welche Strafe auf PSG zukommen wird, vermuten jedoch: Gar keine! Das Financial Fair Play hat derzeit noch zu viele Schlupflöcher, die Vereine wie Paris Saint Germain nutzen, um noch mächtiger zu werden. Doch am Ende verliert der Fußball. Wir sollen es nicht so weit kommen lassen. Es ist gut, dass Menschen wir Karl Heinz Rummenigge sich dafür einsetzen.

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