Jogi Löw und der BVB

Die Führungsriege der Dortmunder und Jogi Löw hatten in der Vergangenheit nicht immer das beste Verhältnis. BVB-Fans werfen dem Nationaltrainer schon lange vor, dass dieser Stars des FC Bayern bevorzugen würde, auch wenn Dortmunder bessere Leistungen bringen.

Vor allem 2012 kochte ein großer Streit hoch im Umgang mit Marcel Schmelzer. Dieser wurde von Jogi Löw öffentlich kritisiert, was den BVB-Bossen überhaupt nicht gefallen hat. Auch die Nicht-Nominierung für die EM 2016 von Marcel Schmelzer stoß den BVB-Bossen übel auf.

Da stellt sich natürlich die Frage: Wieso hat der DFB-Coach gegen Nordirland in der WM Qualifikation auf alle Dortmunder verzichtet? Die Antwort: Dieses Mal gibt es tatsächlich gute Gründe.

Kein BVB-Star so richtig geeignet für Einsatz in der Nationalmannschaft

(PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Bei einem Blick auf die Kandidaten des BVB wird schnell klar, das es gut ist, dass keiner für das DFB-Spiel nominiert wurde. Fit wären zum Beispiel Mario Götze und Julian Weigl.

Beide kommen jedoch von langwierigen Verletzungen gerade erst zurück und sind vermutlich froh um jede Pause.

Die weiteren Kandidaten wie Marco Reus oder Andre Schürrle fallen mit Kreuzbandanriss aus oder sind wie im Falle von Schürrle gerade erst wieder in das Individual-Training eingestiegen.

Dass Jeremy Tolkan und Maximillian Philipp nicht nominiert wurden ist kein Problem laut den BVB-Bossen.

Hans-Joachim Watzke: “Entweder man nominiert Spieler von uns oder aber nicht. Wir sind da wirklich völlig entspannt. Es gibt da auch überhaupt keinen Dissens mit dem Bundestrainer.”

Anders gesagt: Die BVB-Bosse sind froh, dass sich die Stars der Dortmunder eine zeitlang ausruhen können. Der Kampf um die Meisterschaft wird noch ein langer – und das wissen auch die BVB-Verantwortlichen.

Wenn alles gut läuft, dann sollten es einige BVB-Stars in den Kader von Jogi Löw zur WM 2018 schaffen – nur zum jetzigen Zeitpunkt gibt es niemanden, der wirklich übersehen wurde vom Nationaltrainer.