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FC Bayern – Ein Superclub?

In den letzten Jahren konnte sich der FC Bayern als eine absolute Top-Adresse im Fussball platzieren. Mit aller Mühe konnten sogar Stars wie Robert Lewandowski, David Alaba und Thomas Müller zu einer Vertragsverlängerung überredet werden.

Und trotzdem muss man sich fragen, wo der FC Bayern in der “neuen Fussball-Welt” aktuell einsortiert werden muss, bei der 100 Millionen Euro Transfers die Norm werden und nicht die Ausnahme.

Uli Hoeneß selbst hat bereits angekündigt, dass der FC Bayern keine Transfers für 100 Millionen Euro tätigen möchte. Viele haben die Logik dahinter bezweifelt, denn damit rückt sich der FC Bayern selbst in das zweite Glied der europäischen Top-Clubs.

Eine Mentalität, für die Uli Hoeneß in sozialen Medien und Blogs stark kritisiert wurde. Der FC Bayern mit der Mentalität eines kleinen Clubs?

Es lohnt sich einmal auf die Zahlen zu schauen.

Der Transfermarkt vs. den FC Bayern München

Neymar bei PSG Pressekonferenz
(FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

Auch wenn der der FC Bayern ein sehr wohlhabender Club ist hat der Verein natürlich finanzielle Grenzen.

Paris Saint Germain hat alleine durch die Transfers von Neymar und Kylian Mbappé knapp 418 Millionen Euro im letzten Transfer-Sommer ausgegeben.

Der FC Bayern hat im Jahr 2015-16 insgesamt einen Umsatz von 626,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Nach Abzug von Transfers, Spielergehältern, Steuern und Co. blieben insgesamt 33 Millionen Euro übrig.

In anderen Worten: Paris Saint Germain hat alleine in einem Transfer-Sommer 66% des Gesamt-Budgets vom FC Bayern München für zwei Spielertransfers ausgegeben.

In diese Perspektive gerückt kein Wunder, dass Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sich darauf einstellen, in den nächsten Jahren mit dem FC Bayern eher in die zweite Riege zu rutschen.

Was bedeutet das für den FC Bayern München?

Arjen Robben oder Franck Ribery hätten im Ausland deutlich mehr Geld verdienen können als beim FC Bayern. Beide sind jedoch geblieben, weil sie genug Geld beim Rekordmeister verdient haben und sich dort auch einfach wohl fühlen.

Mit dem neuen Jugendzentrum soll das “Mia san Mia” zurückkehren zum FC Bayern München. Das heißt Spieler kaufen, bevor sie zu Weltstars werden. Eigene Talente in die erste Mannschaft bringen und eine Kultur pflegen, die auch hochkarätige Spieler anlockt oder zum bleiben bewegt.