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Der Weg hin zum profitablen Verein

Wie lange sind die Zeiten mittlerweile her, als der BVB als der große Schulden-Club der Bundesliga galt? Eine zeitlang zeigten die Dortmunder genau, wie es nicht geht.

Mit Käufen wie Marcio Amoroso und Co. brachte sich der Verein nahe an den finanziellen Ruin und hätte beinahe seine Lizenz für die erste Liga nicht erhalten.

Selbst Hans-Joachim Watzke musste zugegeben, dass es haarscharf war. So stellte der BVB-Boss klar, dass ohne eine Leihe des FC Bayern das Ende nah gewesen wäre. Allerdings hat er auch gleichzeitig mit dem Gerücht aufgeräumt, dass Hoeneß den Verein gerettet hätte:

“In der kolportierten Form ist das eine Legende. Er hat meinen Vorgängern zwei Millionen Euro geliehen, wohlgemerkt zu acht Prozent Zinsen – Mutter Teresa war da also nicht im Spiel.”

Die Situation zum jetzigen Zeitpunkt

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Heute ist der BVB finanziell kerngesund und kann selbst größere Transfers mühelos stemmen. Und das war bereits vor dem Rekord-Verkauf von Ousmane Dembélé so.

Einen Transfer wie den von Yarmolenko, der immerhin auch rund 25 Millionen Euro gekostet hat, ist zum heutigen Zeitpunkt kein Problem für den Club.

Im Finance Magazin machte der Finanzgeschäftsführer Thomas Treß klar, dass viel des Erfolges natürlich von der Champions League abhängt:

“Entscheidend ist das weitere Wachstum, damit eng verknüpft ist die kontinuierliche Teilnahme an der Champions League.

Sollten wir mehr als einmal in Folge die Champions League verpassen, müssten wir wahrscheinlich bei den Personalkosten auf die Bremse treten. Über die Bank werden wir den sportlichen Erfolg auf keinen Fall finanzieren.”

Sollte sich der BVB nach dieser Saison erneut für die Champions League qualifizieren ist mit großen Mehreinnahmen zu rechnen.

Thomas Treß: “Nach dem, was wir wissen, können wir davon ausgehen, dass die TV-Erlöse aus einer Champions-League-Teilnahme ab der Saison 2018/19 für Borussia Dortmund um ungefähr 30 bis 40 Millionen wachsen würden.”

Das sind rosige Aussichten für den Club.