Andre Schürrle über seine schwierige Phase

Es war keine leichte Saison für Andre Schürrle. Nicht nur, dass er sich in eine neue Mannschaft einfinden musste – seine Verletzungen machten es fast unmöglich, nach einiger Zeit noch einen Weg in das Team zu finden.

Die deutlich jüngeren Profis Ousmane Dembélé und Christian Pulisic hatten ihm auf den Außen einfach den Rang abgelaufen. In einem Interview mit “Der Westen” sprach Andre Schürrle so offen wie noch nie über seine letzte Saison und das Gefühl, noch nicht richtig beim BVB angekommen zu sein.

Andre Schürrle spricht über schwierige Momente

Auf die Frage, ob er bereits beim BVB angekommen ist, musste Andre Schürrle zerstückelt antworten. So fühlt er sich zwar in Stadt und Mannschaft angekommen – es klafft aber noch eine riesen Lücke:

“Angekommen zu sein, ist ein Begriff, der schwer ist zu benutzen, wenn man eine sportlich schwierige Saison hinter sich hat. Ich habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt in der Stadt, im Verein, in der Mannschaft – und das ist immer noch so. Trotzdem ist Ankommen für mich auch mit sportlichem Erfolg in Verbindung zu bringen. Sportlich bin ich noch etwas schuldig.”

Darauf angesprochen, weshalb er bisher nie länger als zwei Jahre bei einem Club war, gab Schürrle zu, dass er selbst nicht genau weiß weshalb. Eigentlich hätte er seine Heimat bei Wolfsburg gefunden, doch der Lockruf des BVB war einfach zu groß.

Trotzdem gibt er zu, dass er Spieler beneidet, die einen anderen Weg als er selbst gehen:

“In gewisser Hinsicht beneide ich manche Spieler, die fünf, sechs Jahre bei einem Verein spielen, die den Klub und alle Personen in- und auswendig kennen, die ein gutes Standing im Verein, bei den Fans, bei den Verantwortlichen haben.”


GeileTore meint: Andre Schürrle ist kein Talent mehr, sondern ein gestandener Bundesliga-Profi. Diese Saison beim BVB wird eine ganz entscheidende für den Star sein. Sollte er sich erneut nicht durchsetzen – vor allem in der Phase, wo Marco Reus verletzt ist – dann wird er sich vermutlich bei einem kleineren Verein umgucken müssen.

Andre Schürrle war bisher ein Versprechen für die Zukunft, dass nie eingehalten werden konnte. Vielleicht ändert sich das ja nun unter Peter Bosz. Zu wünschen wäre es ihm.