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Der BVB in der Krise

Nach der 1:2 Niederlage gegen den VFB Stuttgart muss beim BVB das Wort keiner mehr in den Mund nehmen. Der Club befindet sich in einer Krise.

Die Offensive wirkt hilfslos und die Defensive selbst gegen kleine Mannschaften restlos überfordert. Eines der größten Probleme dabei ist, dass die Taktik von Peter Bosz noch nicht verinnerlicht wurde und auch eigentlich keine Zeit mehr dafür da ist für die Mannschaft, diese zu lernen und umzusetzen.

Unabhängig davon gibt es noch die Krise mit Pierre-Emerick Aubameyang, welcher seit mittlerweile 8 Spielen nicht mehr für den BVB getroffen hat.

Dabei hat Peter Bosz vor allem an einer Regel zu kämpfen, die von Thomas Tuchel aufgestellt wurde.

Thomas Tuchel und seine Aubameyang-Regelung

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Unter Thomas Tuchel lief es sportlich beim BVB hervorragend. Es war eher ein menschliches Problem, welches Club und Trainer voneinander trennte.

Tuchel hatte jedoch Pierre-Emerick Aubameyang weitesgehend im Griff auf Basis einer Regel. Solange Aubameyang trifft, darf er sich Freiheiten nehmen die seine Teamkameraden nicht haben.

Notorisches zu spät kommen, Partygänge und Skandale wurden von Mitspielern und Trainer zähneknirschend akzeptiert, solange der sportliche Erfolg da war und der Gabuner regelmäßig den Ball im Netz versenkte.

Das Problem nun: Aubameyang trifft nicht mehr und Peter Bosz muss die Konsequenzen der Regel nun ausbaden. Die Stimmung bei den BVB-Stars ist nämlich gekippt – Das Verhalten von Aubameyang wird nicht mehr akzeptiert von der Mannschaft.

Der Stürmer wiederum fühlt sich nun kurioserweise von seinen Mitspielern verraten. Die schlechte Stimmung in der Mannschaft wächst. Üblich in einer Krise.

Neben den sportlichen Problemen muss Peter Bosz nun also vor allem auch die Probleme innerhalb der Mannschaft in den Griff bekommen. Sonst droht dem BVB eine ganz bittere Saison.