Dortmund's players react after the German First division Bundesliga football match Hanover 96 vs Borussia Dortmund in Hanover, Germany, on October 28, 2017. / AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ / RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050 (Photo credit should read PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Neue Besen kehren gut?

Der BVB ist aktuell in einer Krise. Das ist für jeden offensichtlich und auch Marcel Schmelzer ist dieses Wort vor kurzem erst aus dem Mund gerutscht.

Natürlich muss auch ein Peter Bosz sein System erst in die Mannschaft implementieren und Automatismen müssen sich einspielen. Doch Kritiker weisen bereits darauf hin, dass Thomas Tuchel eine ähnliche Herausforderung hatte und diese von Anfang an meistern konnte – auch wenn er sich zum Schluss mit der Mannschaft überworfen hat.

Für einige Spieler bedeutet das System von Peter Bosz eine größere Umstellung als zunächst ersichtlich ist. Und diese Spieler sind unter Peter Bosz bisher eher schlechter geworden – noch wartet man auf die BVB-Profis, die sich unter Bosz weiter entwickeln.

Julian Weigl der große Verlierer?

( CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)

Unter Thomas Tuchel war Julian Weigl noch gesetzt und absoluter Stammspieler beim BVB auf der 6. Unter Peter Bosz muss er nun seine Position jedoch ganz anders interpretieren, was dem Profi Probleme bereitet.

So enthüllt Julian Weigl im Interview mit Amazon Music: “Meine Position als Sechser ist die größte Umstellung im System. Ich stehe viel höher, vor allem gegen den Ball. Ich komme damit auch dem Tor viel näher und pro Spiel zu ein, zwei Abschlüssen. Das Gegenpressing ist für mich entscheidend.

Ich bin nicht mehr derjenige, der die anderen nur absichert, wie es letztes Jahr war. Ich muss jetzt auch mit attackieren und rausschieben. Mit dem Ball stehe ich jetzt oft zwischen den Ketten, was für mich anfangs sehr ungewohnt war, weil ich eher ein Spieler bin, der das Spiel vor sich hat. Jetzt muss ich aber auch mit dem Rücken zum Tor Lösungen finden. Die Automatismen kommen von Woche zu Woche.

Im Moment bin ich nicht gesetzt im Mittelfeld.

Letztes Jahr habe ich in Sachen Persönlichkeit auch noch mal einen wichtigen Schritt gemacht. Denn plötzlich wurde nicht mehr jeder meiner Pässe, die ankamen, abgefeiert. Irgendwann ging es auch darum, Gegner auszuspielen und entscheidendere Pässe zu spielen. Das war auch ein Lernprozess, den ich letztes Jahr durchlaufen und bei dem ich mit Mühe meine Entwicklung gemacht habe. Die hohen Erwartungen waren schwierig für mich. Von einem Nationalspieler wird noch mal mehr erwartet.”

Aktuell ist so aus dem großen Talent Julian Weigl ein Spieler geworden, der zwischen Bank und Spielfeld pendelt. Es ist nun vor allem auch die Aufgabe von Peter Bosz, diese Probleme in den Griff zu bekommen.