Ein neuer Trainer braucht seine Zeit

Es gibt zwei verschiedene Arten von Trainern. Diejenigen, die versuchen ihre Taktik dem Spielermaterial anzupassen und dann noch die Trainer, ein festes System im Kopf haben und die Spieler Stück für Stück dahin formen.

Peter Bosz gehört definitiv zu der zweiten Sorte. Wie fast alle Holländer schwört er geboren aus der Cruyff-Schule auf ein 4-3-3, spielt dieses jedoch mit einem extremen Pressing und Gegenpressing. 

Aktuell muss man jedoch nach den letzten Trainingseinheiten festhalten, dass die BVB-Spieler das System von Trainer Peter Bosz noch nicht verinnerlicht haben. Immer wieder unterbricht er im Training die Übungseinheiten und muss intensiv korrigieren.

Vielen BVB-Stars steht dabei ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben.

Roman Bürki beschreibt die Problematik beim Trainerwechsel

(SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images)

Roman Bürki beschreibt, dass die Umstellung nach Thomas Tuchel doch schwerer fällt als erwartet:

Wir sind noch in einer Anpassungsphase der neuen Philosophie. Da ist klar, dass wir noch nicht hundertprozentig eingespielt sind. Zu Saisonbeginn werden wir das System noch nicht verinnerlicht haben. Das weiß der Trainer auch.“

Da es bereits am Samstag gegen Bayern im Supercup rangeht und in 19 Tagen der Saisonauftakt gegen Wolfsburg stattfindet sollten sich die BVB-Stars allerdings nicht mehr allzu lange Zeit lassen.


GeileTore meint: Es ist unwahrscheinlich, dass der BVB direkt zu Beginn loslegt wie die Feuerwehr. Ein neues Spielsystem braucht nunmal seine Zeit, bis es implementiert und verstanden ist.

Allerdings glauben wir dass es am Ende immer hilfreich für Spieler ist, wenn der Trainer eine feste Vorstellung für ein System hat und wie dieses dann am Ende auch ausgeführt werden soll.

So ist es möglich dass irgendwann auch Spieler aus der zweiten Reihe nachrücken können und nahtlos weiter im System funktionieren.