Nachfolger gesucht

Eigentlich ist beim FC Bayern die Welt derzeit schwer in Ordnung: In der Bundesliga grüßt das Team von Jupp Heynckes seit dem Sieg gegen Borussia Dortmund wieder von der Tabellenspitze und auch in der Champions League konnte vorzeitig die Teilnahme an der KO-Phase gesichert werden.

Im Winter soll zudem endlich ein Backup für Robert Lewandowski kommen, der im Sturmzentrum dringend einen würdigen Vertreter sucht, falls der Pole (wie zuletzt) verletzt ausfällt.

Doch es gibt noch eine weitere Baustelle beim FC Bayern: Den Trainerstuhl! Es ist kein Geheimnis, dass Jupp Heynckes nach der laufenden Saison definitiv kein Trainer der Münchner mehr sein möchte.

Als Nachfolger kommen viele Coaches in Frage: Zuletzt wurden Namen wie Hoffenheims Julian Nagelsmann oder der vereinslose Thomas Tuchel hoch gehandelt.

Immer wieder geisterte in diesem Zusammenhang auch Jürgen Klopp durch die Medien, der 2008 bereits schon einmal eine Anfrage des Münchner erhielt. Wie genau das ablief, enthüllt Christian Heidel in der aktuellen Biographie des Ex-Mainzers!

Klopp zum FC Bayern?

OLI SCARFF/AFP/Getty Images

Der damalige Manager von Mainz 05 erinnert sich noch genau: “Kloppo hat dann dagesessen und ganz brav immer ‚ja … ja …’ gesagt. Er telefonierte mit Uli Hoeneß vom FC Bayern München, der auf der Suche nach einem Nachfolger für Ottmar Hitzfeld war. ‘Wir haben eine große, internationale Lösung und eine kleine, nationale Lösung. Sie sind die nationale Lösung’ hatte der Manager gesagt.”

Zwei Tage später kam dann der erneute Anruf aus München: “Wir haben uns für den anderen Jürgen entschieden.” Gemeint war Jürgen Klinsmann, der das Team des Rekordmeisters übernahm.

Klopp entschied sich stattdessen für einen Wechsel zu Borussia Dortmund und feierte mit seinem neuen Team unter anderem zwei Meisterschaften – darunter das Double 2012. Mittlerweile verdient der Trainer sein Geld in England beim Liverpool FC. Ein Wechsel im Sommer zum FC Bayern gilt als unwahrscheinlich, da sein Vertrag gerade erst verlängert wurde und er mit seinem Team nach eigener Aussage noch “viel vor” hat.