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Dembele wollte Wechsel erzwingen

Es war wohl einer der ereignisreichsten Transfersommer in der langen Geschichte von Borussia Dortmund. Die Verpflichtungen von Dahoud, Toprak oder Philipp gingen fast schon unter, da sich der Verein eigentlich nur mit zwei Personalien beschäftigen musste: Aubameyang und Dembele.

Da der Transfer von Aubameyang nach China wegen diversen Faktoren scheiterte, ist mittlerweile klar, dass der Gabuner für mindestens ein halbes Jahr weiterhin in Dortmund auf Torejagd gehen wird.

Die Geschichte um Ousmane Dembele war weitaus kurioser: Der Spieler begab sich so lange in einen Trainingsstreik, bis sich die beiden Vereine aus Barcelona und Dortmund am Verhandlungstisch einig wurden. Nun kommt raus: Diese Taktik nutzte er nicht zum ersten Mal!

Alte Masche?

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Eigentlich wollte Ousmane Dembele seinen Ex-Verein Stade Rennes bereits 2015 verlassen. Das Ziel: Dosenklub Red Bull Salzburg. Doch 1,6 Millionen Euro war dem französischen Verein damals entschieden zu wenig für das größte Talent des Vereins.

Rennes Präsident René Ruello sagte dazu in der L’Equipe: „Wo ist der Sinn, Millionen für die Ausbildung junger Spieler auszugeben, wenn dann solche Typen kommen und unsere Ausbildungszentren plündern? Mich schockiert, wie Houllier diesen Klub manövriert. Houllier schrieb mir, dass er den Spieler kaufen werde. Aber ich sagte ‚Nein‘. Wir werden um ihn kämpfen. Er hat noch zwei Jahre Vertrag, das muss er respektieren.“

Doch Dembele respektierte es nicht: Der Spieler drohte sogar damit, seine Karriere zu beenden. Rene Ruello verriet in der L’Equipe: „Er wollte nicht mehr trainieren. Am 31. August schickte er eine SMS: ‚Ich gehe nach Senegal. Ich bin mit dem Fußball fertig, ihr kotzt mich an.‘“

Am Ende blieb Dembele jedoch und wechselte bekanntlich ein Jahr später für 15 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.


Nicht sehr professionell

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GeileTore.de kann dieses Verhalten nicht akzeptieren. Wer ein professioneller Fußballprofi sein möchte, muss sich gefälligst auch neben dem Platz wie einer verhalten. Wozu gibt es überhaupt noch Verträge, wenn ein Spieler seinem Verein zu jeder Sekunde die lange Nase zeigen kann?

Die Klubs sollten immer noch am längeren Hebel sitzen und sich nicht von den Spielern auf der Nase herumtanzen lassen!