Tomasz Bidermann / Shutterstock.com

Nichtberücksichtigung

Von 2005 bis 2015 spielte Gonzalo Castro für Bayer Leverkusen und bestritt in zehn Jahre 370 Pflichtspiele für die Werkself. Im Sommer 2015 jedoch wechselte Castro für 11 Mio. € zu Borussia Dortmund um einerseits regelmäßig in der Champions League aufzulaufen und um Titel mitzuspielen und andererseits, um sich beim Bundestrainer Joachim Löw mit starken Leistungen für eine Nominierung im DFB-Team zu empfehlen.

PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

Denn trotz konstant guter Leistungen in Leverkusen wurde Castro seit 2007 nicht mehr für die Nationalmannschaft nominiert und bringt es bis heute, trotz seiner herausragenden Qualitäten, nur zu fünf Länderspielen. Aufgeben ist für Castro jedoch keine Option wie er im Interview mit transfermarkt.de deutlich macht: “Ich würde mich natürlich freuen, wenn Herr Löw anrufen würde. Ich muss einfach dranbleiben und über die gesamte Spielzeit meine Leistung bringen, um es dem DFB so schwer wie möglich zu machen, mich nicht zu nominieren.“

Confed Cup ohne Castro

Doch vor kurzem folgte ein weiterer Dämpfer für den Mittelfeldmann. Mitte Mai verkündete Jogi Löw sein Aufgebot für den Confed Cup in Russland und wieder ist Castro nicht dabei, und das obwohl etliche Stammspieler geschont werden.

Eine Entscheidung, die nicht nachzuvollziehen ist, denn Castro gehörte 2016/2017 zu den absoluten Leistungsträgern beim BVB, absolvierte 42 Pflichtspiele und konnte vor allem mit starken neun Torvorlagen überzeugen. Er ordnet geschickt das Spiel der Borussia und ist stets ein Ruhepol in der Mannschaft, den gerade die unerfahren DFB-Auswahl in Russland gut gebrauchen könnte.

Zudem hatte Jogi Löw Castro noch im vergangen Herbst Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht: „Wir haben ihn wieder im Blickfeld. Er hat in Dortmund eine gute Entwicklung gemacht. Er spielt variabler, flexibler und dynamischer als in Leverkusen“, sagte der Bundestrainer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)- leere Wort wie sich wohl jetzt konstatieren lässt.

Fokus auf BVB

(JANEK SKARZYNSKI/AFP/Getty Images)

Für Castro gilt es sich nun weiterhin voll auf seine Vereinskarriere beim BVB zu konzentrieren und auch in der Spielzeit 2017/2018 unter dem neuen Trainer Peter Bosz wieder voll anzugreifen. Und wer weiß, vielleicht überlegt es sich Jogi Löw dann doch nochmal anders und verhilft dem 30-Jährigen zu seinem Comeback und einem sechsten Länderspiel.