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Wie geht es weiter?

Für viele Fußball-Experten war es doch eine Überraschung als der FC Bayern in der Sommerpause 2015 auf einmal diese beiden Flügelstürmer nach München holte: Douglas Costa und Kingsley Coman wechselten von Schachtjar Donzek und Juventus Turin zum deutschen Rekordmeister, mit der Mammutaufgabe in ein paar Jahren die alternde Weltklasse-Flügelstürmer Franck Ribéry und Arjen Robben zu ersetzen.

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Der Brasilianer Costa wechselte für stolze 30 Mio. € nach München, Coman wurde zunächst für zwei Jahre ausgeliehen, doch mit einer Kaufoption ausgestattet, die es den Bayern ermöglichte den Franzosen nach zwei Spielzeiten für die Summe von 21 Mio. € fest zu verpflichten.

Starke Debüt-Saison

Der Start war mehr als vielversprechend: Vor allem Costa schlug ein wie eine Granate, verdrängte Ribéry sogar auf die Bank und war der mit Abstand beste Bayern-Akteur der Hinrunde 2015/2016. In 43 Pflichtspielen gelangen ihm sieben Tore und überragende 18 Assists, die ihn zum besten Voralgengeber der Liga machten. Der damalige Trainer Pep Guardiola war mehr als angetan: „Ich bin ein bisschen überrascht. Seine Qualität Eins gegen Eins ist Wahnsinn.“ und beorderte den Brasilianer selbstredend auch in wichtigen Spielen in die Startformation.

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Der zu dem damaligen Zeitpunkt erst 19-Jährige Coman bekam von Guardiola noch nicht die gleiche Spielzeit zugesprochen wie Costa, da er einerseits noch sehr unerfahren war und andererseits mit Arjen Robben ein absoluter Weltstar auf seiner Position zumeist den Vorzug erhielt. Doch auch Coman wusste zu überzeugen wenn er spielte, erzielte sechs Tore und bereitete zwölf weiter vor.

Bei den Bayern-Bossen war man sich einig, mit den beiden Flügelstürmer seien absolute Top-Transfers geglückt und für die Zeit nach den Karriere-Enden von Ribéry und Robben sei man nun bestens gerüstet.

Ära-Ancelotti

Doch im Sommer 2016/2017 bricht die Ära des Italieners Carlo Ancelotti an und für Costa und Coman von da an schwierige Zeiten! Denn anders als Guardiola setzt Ancelotti voll auf Ribéry und Robben, für die beiden Newcomer der letzten Saison bleibt zumeist nur ein Platz auf der Reservebank.

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Unmut macht sich bei den Edelreservisten breit und es wird offen über einen Abschied aus München nachgedacht: „Ich spreche oft mit dem Klub. Wir reden über meine Situation, ob ich bleiben werde oder ob ich einen anderen Klub finden muss, für den ich spielen kann. Ich bin nicht immer so glücklich hier.“ Mit diesen Aussagen in einem Interview mit der englischen Zeitung The Sun im März 2017 macht Costa, dass er absolut nicht zufrieden ist und er sich ernsthaft mit einem Wechsel beschäftigt. Mögliche Abnehmer gibt es genug, Juventus Turin, Manchester City um Costas Ex-Trainer Guardiola und zuletzt der FC Barcelona zeigten großes Interesse am Brasilianer.

Ähnlich drastisch äußerte sich Coman in der französischen Fußball-Sendung Telefoot: „Ich bin jung und in einer Phase, wo ich Spielzeit benötige. Wenn das hier nicht der Fall wäre und die Situation kompliziert wäre, würde ich einen Wechsel in Betracht ziehen.“ Zwar zogen die Bayern Ende April die Kaufoption bei Coman, doch ob der Franzose in München wirklich das Vertrauen genießt in den nächsten Jahren Stammspieler beim FCB zu werden, darf zumindest bezweifelt werden.