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Harsche Kritik an Arbeitgeber

Christian Heidel ist erst einen Monat im Amt und hat bereits jetzt ordentlich Ärger. Der Schalke-Manager, der vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 nach Gelsenkirchen wechselte, hatte kürzlich erst noch kritisiert, dass auf Schalke aus “jeder Mücke ein Elefant” gemacht werde, was seine Arbeit sehr erschwere.

Nun wird der Schalke-Chef noch deutlicher: Seiner Meinung nach muss der Verein in allen Bereichen massiv nachlegen, um langfristig überhaupt noch in der Bundesliga eine Rolle zu spielen:

“Die medizinischen Einrichtungen, die Möglichkeiten zur Spielanalyse oder die Räumlichkeiten für die Mannschaft sind hier in den vergangenen Jahren für nicht so wichtig erachtet worden. Es gab nicht mal einen Besprechungsraum für die Mannschaft”

Rückendeckung von ganz oben

Mit Clemens Tönnies hat Heidel einen wichtigen Verbündeten gefunden: “Er lässt mich machen und hat Verständnis für meinen Weg.”

Anders hätte er sich solche Aussagen wohl auch nicht hätte leisten können, denn Heidel bezeichnete den Verein am Ende seiner Brandrede als “nicht bundesligatauglich”. Ein Satz, den die Fans wohl alles andere als gerne gehört haben dürften.

Um vernünftig arbeiten zu können, musste Heidel sich sogar schon den Privatflieger von Tönnies leihen: “Für den Embolo-Transfer musste ich einmal schnellstens nach Montpellier reisen, aber es gab keine normalen Flugmöglichkeiten mehr. Ein Anruf bei Tönnies und zwei Stunden später war sein ‘Moped’, wie er es nennt, da: Es hat zwei Flügel und Düsen.”

Heidel scheint den Verein in allen Ecken umzukrempeln. Dabei hat er nach solchen Aussagen einen besonderen Druck, denn der Umbruch muss sich möglichst schnell als effektiv herausstellen. Sollte Schalke auch dieses Jahr wieder das große internationale Geschäft verpassen, dürfte die Kritik am Manager wieder laut werden. In Gelsenkirchen ticken die Uhren eben ein bißchen anders.